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Usability, Scalability and Security on the Web of Needs (USS WON)

2013 bis 2016

Das World Wide Web (WWW) wird zunehmend zum Medium des kommerziellen Handels. Als solches aber leidet es an einer fundamentalen Asymmetrie: Einer riesenhaften Sammlung von Warenangeboten steht im Web eine verschwindend geringe Anzahl an explizit formulierten Bedürfnissen gegenüber. Es ist so einerseits für Anbieter nicht leicht, ein gezieltes Angebot für einen spezifischen Bedarf zu machen, andererseits können aber auch EndnutzerInnen ein Bedürfnis nicht abspeichern, um beispielsweise zu einem späteren Zeitpunkt eine komplexe Suchanafrage zu wiederholen.

Durch das vorliegende Projekt soll ein neuer Weg eröffnet werden. Ziel ist die Entwicklung eines offenen Systems, genannt Web of Needs, in dem MarktteilnehmerInnen ihre Angebote und Bedürfnisse als gleichberechtigte Objekte publizieren und automatische Matching-Services nutzen, um das jeweils passende Gegenstück zu finden. So sollen sowohl für einfache wie für auch zusammengesetzte und voneinander abhängige Bedürfnisse passende Lösungsmöglichkeiten weitgehend automatisch gefunden werden.

 

Die Entwicklung dieses Systems wurde bereits im Projekt WIN – Web of Needs Infrastructure (FFG Bridge) begonnen. Im Zuge des Projektes USS WON sollen Aspekte bearbeitet werden, die für einen Proof-of-Concept nicht wesentlich, für die Markttauglichkeit jedoch unerlässlich sind: Usability und Interaktionsdesign, Scalability und Security.

Im ersten Bereich, Usability & Interaktionsdesign, fassen wir Bestrebungen zusammen, die Eingabe von Bedürfnissen und die Verwaltung dieser Objekte sowie der dafür jeweils identifizierten Matches möglichst einfach zu gestalten.

Fragen der Scalability stellen sich vor allem für Matching-Services, deren Aufgabe es ist, möglichst rasch passende Paare von Angeboten und Bedürfnissen zu finden. Problematisch dabei ist der Anstieg des Berechnungsaufwands bei einer wachsenden Zahl von zu vergleichenden Objekten. Daher sollen verschiedene Ansätze zur Komplexitätsreduktion, wie etwa Indexing, angewandt und die Verteilbarkeit der Berechnung auf mehrere Rechner in einem Cluster evaluiert werden.

Der dritte Aspekt, für den wir im Zuge des vorliegenden Projektes Lösungen entwickeln werden, Security, ist wesentlich, da die Privacy-Problematik dem Web of Needs inhärent ist − schließlich werden darin alle Bedürfnisse aller BenutzerInnen maschinenlesbar veröffentlicht.

Am Ende des Projektes soll eine in den genannten Aspekten marktreife Infrastruktur mit Referenzimplementierungen unter Open Source Lizenzen kostenfrei der Community zur Verfügung stehen.

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)
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